Die engen, kurvenreichen Straßen auf den Monte Titano hochzufahren und einen Parkplatz zu suchen ist der sicherste Weg, den Ausflug nach San Marino zu ruinieren. Wer das Auto am unteren Bahnhof in Borgo Maggiore stehen lässt und mit der Funivia direkt in die Altstadt fährt, spart Zeit, schont die Bremsen und löst das Parkproblem auf einen Schlag.

  • Einzelticket: €4.00, Hin- und Rückfahrt: €7.00 (2026)
  • Fahrtdauer: unter 2 Minuten
  • Takt: Abfahrten alle 15 Minuten
  • Talstation: Borgo Maggiore (Parkplatz P11 am Piazzale Campo della Fiera)
  • Bergstation: Altstadt (Città di San Marino)
  • Betrieb: ab 7:45 Uhr täglich, Schließzeiten je nach Saison (siehe unten)
  • Kinder unter 120 cm: kostenlos
  • Hunde: Maulkorb erforderlich

Ticketpreise und wo man kauft

Die Funivia wird von AASS (Azienda Autonoma di Stato) betrieben. Tickets gibt es am Kassenfenster der Station, an den Automaten im Terminal oder online unter sanmarinotrasportopubblico.skiperformance.com.

Einzelticket: €4.00 | Hin- und Rückfahrt: €7.00 (Preise 2026 von visitsanmarino.com)

Passagiere mit anerkannter Behinderung zahlen ermäßigt: €1,50 (einfach) bzw. €2,50 (Hin- und Rückfahrt). Wer mehrere Fahrten plant, bekommt ein €10.00-Tagesticket. Kinder unter 120 cm fahren kostenlos. Monatskarten gibt es für Einwohner und Vielfahrer, für Touristen aber nicht sinnvoll.

Ein Rückfahrticket unten zu kaufen ist die klügere Entscheidung. Der Fußweg zurück über den Costa dell'Arnella ist ein steiler, unebener Steinpfad, der auf der Karte verlockend aussieht und nach einem langen Besichtigungstag zur Qual wird.

Warteschlange umgehen: Automaten nutzen

An Sommerwochenenden kann die Schlange am manuellen Kassenfenster bis nach draußen reichen. Einfach daran vorbeigehen. Die Automaten stehen direkt im Eingangsbereich der Station. Sie akzeptieren kontaktloses Bezahlen und drucken in Sekunden Barcode-Tickets aus. Am Drehkreuz einscannen und einsteigen.

Funivia di San Marino Seilbahn fährt den Monte Titano hinauf, darunter die italienische Landschaft
Die zweiminütige Fahrt mit der Funivia erspart den steilen Aufstieg von Borgo Maggiore in die Altstadt.

Fahrzeiten nach Saison

Die Seilbahn fährt täglich ab 7:45 Uhr. Die Schließzeiten variieren je nach Jahreszeit:

Zeitraum Letzte Abfahrt (ca.)
Januar - März 19:00 Uhr
April - Juni 19:45 Uhr
Juli - Anfang September 00:45 Uhr (nach Mitternacht)
September - Dezember 19:00 - 19:45 Uhr

Bei Ankunft an der Talstation immer die ausgehängte letzte Abfahrtzeit prüfen. Die letzte Bahn zu verpassen bedeutet Taxi oder den Steinpfad im Dunkeln hinunter.

Die Seilbahn kann für planmäßige Wartungsarbeiten schließen, in der Regel einige Tage Ende Oktober. AASS gibt Sperrungen auf der offiziellen Website (www.aass.sm) im Voraus bekannt. Einen Überblick darüber, wie die Jahreszeit Menschenmassen, Öffnungszeiten und Feste beeinflusst, bietet der beste Reisezeitpunkt für San Marino-Ratgeber.

Ticketschalter der Funivia in Borgo Maggiore, San Marino, mit Steinbogen und Morgenlicht
Tickets werden an der Talstation in Borgo Maggiore verkauft. Ein Hin- und Rückfahrticket ist günstiger als zweimal Einzelticket.

Wo man für die Seilbahn parkt

Bis in die Altstadt hochzufahren ist technisch möglich, aber die Straßen sind eng, das Kopfsteinpflaster ungnädig, und die oberen Parkplätze sind an jedem sonnigen Vormittag meist schon voll.

Die vernünftige Lösung: In Borgo Maggiore parken und hochfahren.

P11: Der Seilbahn-Parkplatz

P11 am Piazzale Campo della Fiera ist der kostenpflichtige Parkplatz direkt an der Talstation. Er ist die praktischste Option und füllt sich an Wochenenden und während der italienischen Schulferien schnell. Wer an einem sonnigen Samstagmorgen vor 9:30 Uhr ankommt, findet fast sicher einen Platz.

Ist P11 voll, gibt es weiter unten Richtung Ortskern von Borgo Maggiore kostenlose Ausweichparkplätze. Der Nachteil: Der steile, unebene Fußweg zurück zur Station. Festes Schuhwerk empfohlen. Der Weg ist nicht lang, aber mit Gepäck anstrengend.

Für Wohnmobile und Camper ist P13 in Baldasserona der ausgewiesene Großfahrzeugparkplatz in der Nähe der Seilbahn. Eine vollständige Übersicht aller nummerierten Parkplätze, Gebühren und ZTL-Regeln steht im San Marino Parkführer.

Wer mit dem ADAC-Schutzbrief unterwegs ist: San Marino ist offiziell im Leistungsgebiet des ADAC inbegriffen, Pannenhilfe also abgedeckt.

Parkplatz P11 in Borgo Maggiore unterhalb der Altstadt von San Marino mit der Bergstadt über den Dächern
Der Parkplatz P11 in Borgo Maggiore füllt sich an Wochenenden. Wer vor 10 Uhr ankommt, sichert sich einen Platz nahe der Seilbahn-Talstation.

Die Fahrt: Was dich erwartet

Die Kabinen sind modern, sauber und werden geteilt. Stell dir eine U-Bahn mit Panoramaverglasung und einem zweiminütigen Ausblick über die italienische Landschaft vor.

Der Ausblick beim Aufstieg

Sobald du einsteigst, stell dich ans Glas auf der Seite, die vom Berg wegzeigt. Das Panorama über die Emilia-Romagna-Ebene und an klaren Tagen bis zur Adriaküste öffnet sich sofort. Du hast unter zwei Minuten. Schnell ans Fenster.

Der Blick ist aus der bergabfahrenden Kabine (Bergstation zu Talstation) noch besser, da man für die gesamte Abfahrt nach außen schaut. Wer vor allem die Aussicht genießen möchte: Erst hochfahren, dann auf der richtigen Seite hinunterfahren.

Mit Hunden reisen

Hunde sind erlaubt, aber alle Hunde müssen in der Kabine einen Maulkorb tragen, unabhängig von Größe und Rasse. Keine Ausnahmen. Das Personal verweigert das Einsteigen ohne Maulkorb. Maulkörbe werden an der Station nicht verkauft. Große Hunde benötigen ein zusätzliches Ticket.

Leine ist ebenfalls Pflicht. Darauf vertrauen, dass ein ruhiger oder kleiner Hund eine Ausnahme bekommt, führt zur Ablehnung.

Kinderwagen und Barrierefreiheit

Kinderwagen sind erlaubt, und die kurze Fahrt macht die Seilbahn ideal für Familien. Die Station ist rollstuhlgerecht, allerdings gibt es eine kleine Stufe zwischen Bahnsteig und Kabineneingang. Das Personal ist beim Einsteigen anwesend und hilft.

Blick aus der Funivia-Kabine in San Marino auf die Dächer von Borgo Maggiore und die Adriaküste in der Ferne
Die Sicht auf die Adria ist aus der Seilbahn am Morgen am klarsten, bevor der Dunst aufzieht.

Lohnt sich die Seilbahn?

Wer in Borgo Maggiore parkt oder mit dem Bus ankommt: Ja, absolut. Zum Preis von €7.00 für die Hin- und Rückfahrt kostet sie weniger als ein Kaffee oben und erspart 20 bis 30 Minuten Aufstieg auf einer ungeschützten Straße.

Wer direkt zu den oberen Parkplätzen fährt und tatsächlich einen Platz findet, braucht die Seilbahn weniger. Aber da die oberen Parkplätze selten frei sind, landen die meisten Besucher ohnehin in Borgo Maggiore.

Wer als Tagesausflügler aus Rimini eine San Marino geführte Tour bucht, ist die Seilbahn oft im Preis inbegriffen oder startet an der Talstation - Buchungsbestätigung prüfen. Wer die Reise von der Küste noch plant, findet im Rimini nach San Marino Bus-Ratgeber Infos zu Tickets, Haltestellen und Fahrplänen.

Die Seilbahn führt nicht zu den Drei Türmen von San Marino oder den Wanderwegen auf dem Kamm. Oben erkundet man zu Fuß. Die Bergstation setzt einen nahe am Haupttor der Altstadt ab, direkt neben dem ersten Souvenirmarkt und dem Beginn der Via Basilicius.

Was tun, wenn die Seilbahn geschlossen ist?

Der Costa dell'Arnella ist der Fußweg, der Borgo Maggiore mit der Altstadt verbindet. Er ist ein echter Steinpfad, etwa 20 bis 25 Minuten zu Fuß, stellenweise steil. Taxis fahren vom Stadtzentrum und von der Piazza Grande in Borgo Maggiore.

Buslinie 3 verbindet die Unterstadt ebenfalls mit der Altstadt, allerdings in seltenerer Taktfolge als die Seilbahn. Bei Wartungsschließungen erhöht AASS in der Regel die Busfrequenz.